Der Schweizer Swatch-Konzern hat im vergangenen Jahr 2006 erstmals mehr als fünf Milliarden SFr. umgesetzt (rund drei Milliarden €). Beim Gewinn werden ebenfalls Bestmarken erwartet. Der Bruttoumsatz stieg 2006 um 12,3 Prozent auf 5,05 Milliarden SFr., wie der Konzern im Januar mitteilte.
Der größte Bereich Uhren und Schmuck wuchs um 13,8 Prozent. Am besten verkauften sich die Zeitmesser der Edelmarken Breguet, Blancpain, Glashütte Original und Omega, die ein zweistelliges Wachstum verzeichneten. Aber auch mit Uhren im oberen und mittleren Preissegment – vor allem bei den Marken Longines, Rado, Tissot und Calvin Klein – konnte der Konzern den Marktanteil ausbauen. Deutlich zugelegt hätten ebenfalls die preiswerten Swatch-Uhren. Dank des starken Wachstums in allen Konzernbereichen und einer Verbesserung der operativen Margen auf Jahresbasis seien Betriebsgewinn und Reingewinn überproportional zum Umsatz gestiegen, teilte Swatch ohne Angabe genauer Zahlen mit. Zu erwarten sei aber das »beste Konzernergebnis aller Zeiten« nach 621 Millionen SFr. im Jahr 2005. Dabei drückten negative Währungseffekte in der zweiten Jahreshälfte, der hohe Goldpreis sowie die im April in China eingeführte Luxussteuer auf die Margen. Dies sei allerdings durch selektive Preiserhöhungen vor allem im obersten Preissegment teilweise kompensiert worden. Für die Anleger waren die Zahlen eine positive Überraschung: Der Kurs der Swatch-Aktie kletterte über drei Prozent auf 290 Franken. Im laufenden Jahr sei wegen der starken Nachfrage erneut mit Engpässen in der Produktion zu rechnen, teilte Swatch mit. »Sowohl die Marken der Gruppe als auch Drittabnehmer werden diesen Effekt spüren«, hieß es. Der Produktionsbereich, der direkt von der starken Nachfrage im Uhrensegment und einem günstigeren Produktemix profitierte, kam 2006 auf ein Umsatzplus von 6,9 Prozent auf 1,39 Milliarden SFr. Die Produktionskapazitäten der Werke- und Komponentenbereiche der Gruppe waren während des gesamten Jahres auf hohem Niveau ausgelastet, was sich auch bei den Lagerbeständen positiv niederschlug.