In der Juni-Ausgabe warnten wir die Juweliergeschäfte vor einigen Betrugsversuchen beim Goldankauf. Zu einem Fall können wir zumindest einen Teilerfolg vermelden. Der Juwelier-Warndienst hat jetzt bestätigt, dass der mit einem gefälschten belgischen Pass auf den Namen »Norton Pankrati« ausgerüstete Trickbetrüger von der Polizei in Köln am 29. Mai 2012 verhaftet wurde. Bei den Betrugsversuchen spielte Goldblech (siehe Abbildung) eine wichtige Rolle.
Am 29. Mai endete die Betrugstour des Rumänen durch deutsche Juweliergeschäfte. Der Mann wird auch in seiner Heimat von den Behörden gesucht wird, weil er zur Verbüßung einer mehrjährigen Haftstrafe dort zur Fahndung ausgeschrieben ist. Ein aufmerksamer Leihhausbetreiber, der nach Prüfung des Goldblechs das Geschäft im Wert von zirka 56.000 Euro an einen Kölner Schmuckgroßhändler vermittelt hatte, erhielt nach einer Warnmeldung von einem Juwelier der Domstadt den Hinweis von einem bevorstehenden größeren Goldankaufgeschäft am 29. Mai und informierte die Polizei. Kriminalbeamte erwarteten die Goldverkäufer als sie zum vereinbarten Zeitpunkt beim Juwelier mit den goldfarbenen Blechplatten erschienen. Diesmal handelte es sich um zwei rumänische Staatsbürger, die sich mit gefälschten belgischen Pässen auswiesen. Dem Juwelier-Warndienst sind bislang vier Taten bekannt und der Schaden beläuft sich auf rund 100.000 Euro. »Es muss davon ausgegangen werden, dass die Gruppe – wozu auch eine bisher unbekannte Frau gehört – weitere Taten begangen hat, die aber noch nicht zur Anzeige gebracht wurden«, so die Einschätzung des Warndienstes. Da die neue Betrugsmasche bislang gut funktionierte und noch Teile der Bande auf freiem Fuß sind, ist weiterhin äußerste Vorsicht bei Angeboten von Goldblechstücken im Fachhandel geboten.
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