Die Uhrmacherinnung Pforzheim-Enzkreis löst sich zum 31. Dezember auf. Sie verfüge derzeit nur noch über vier aktive Mitglieder, sagte Obermeister Gerhard Loschky der Pforzheimer Zeitung. Der Grund sei die zu geringe Zahl von aktiven Mitgliedern.
Es gebe in der Region leider nur noch wenige Uhrmacher, da viele inzwischen in den Ruhestand gegangen seien. Mit der Goldschmiedeschule mit Uhrmacherschule habe man eine sehr gute Zusammenarbeit, »sonst hätten wir uns schon vor Jahren aufgelöst«. Für die Goldschmiedeschule mit Uhrmacherschule bedeutet dieser Entschluss, dass zukünftig die Innung keinen eigenen Prüfungsausschuss mehr für die Schule stellen kann, wo sich durchschnittlich 15 bis 17 Teilnehmer in der dreijährigen Berufsfachschule auf die Gesellen-Prüfung vorbereiten – teils mit weit überdurchschnittlichen Ergebnissen. So hat auch der diesjährige Bundessieger im praktischen Leistungswettbewerb der Handwerksjugend, Alexander Hofmaier aus Parsberg bei Regensburg, seine Ausbildung an der renommierten Pforzheimer Ausbildungsstätte absolviert. Schulleiter Ulrich Haass bedauert persönlich die Auflösung der Uhrmacherinnung, warnte jedoch vor übertriebenen Reaktionen. »Natürlich hätte ich mir gewünscht, dass sich die einzelnen Innungen in der Region zusammenschließen, ähnlich wie bei den Graveuren, wo es heute eine Landesinnung Baden gibt.« Doch sei die Frage, wie sich die Prüfungskommission in Zukunft zusammensetzt, sicher zu lösen. Man sei bereits mit der Kammer im Gespräch.