Zum zweiten Mal hatte die Gold- & Silberschmiede-Innung Hannover mit Unterstützung der Innung Braunschweig für die Lehrlinge aller drei Lehrjahre einen Wettbewerb ausgeschrieben, welcher auf weitere Innungsbezirke ausgeweitet werden soll. Nun stehen die Gewinner fest. Seit 1992 werden im Rahmen der dreieinhalbjährigen Ausbildung zum Goldschmied in den Ausbildungsbetrieben Übungsarbeiten verschiedenster Techniken innerhalb der jeweiligen Lehrjahre ausgeführt. Diese dienen der Überprüfung des Leistungsstandes.
Von diesen Übungsstücken soll je Lehrjahr eines auf verkaufs- und wettbewerbsfähigem Niveau fertiggestellt werden. Ziel ist es dabei, die Lehrlinge vom ersten Lehrjahr an zu einem hohen Niveau bei Entwurf und Ausführung zu motivieren und so langfristig die Qualität der Fähigkeiten zu erhöhen. Gleichermaßen soll es Ansporn für die Ausbildungsbetriebe sein, die Qualität der Ausbildung auf hohem Niveau zu erhalten. Zu sehen sind die Stücke noch bis zum 13. Juni in einer Sonderausstellung im Museum August Kestner in Hannover unter dem Titel »Goldene Aussichten – Der Goldschmied – Vom Lehrling zum Meister«.
Eine Jury aus Mitgliedern des Zwischenprüfungsausschusses bewertete die technische Ausführung und die kreative Umsetzung der in diesem Jahr eingereichten Arbeiten und kam zu folgendem Ergebnis: 1. Preis/ 1- Lehrjahr: Vera Garvens. Begründung:Mit wenig technischem Aufwand ist ein interessantes, exakt gearbeitetes Schmuckstück entstanden. Es überrascht durch die unterschiedliche Gestaltung mit Motiven in akkurater Sägetechnik auf Vorder- und Rückseite. 1. Preis/2. Lehrjahr: Isabelle Schrumpf. Begründung: Die technische Umsetzung ist bei diesem Ansteckschmuck sehr gut gelungen. Durch die Austauschbarkeit eines einzelnen Teiles entsteht bei jeder Variation ein »neues«, interessantes Schmuckstück. Die gestalterische Lösung des Themas Brosche ist auf eine verspielt-lustige Weise, ohne altbacken zu wirken, gelungen. 1. Preis/3. Lehrjahr: Tibor Kunsting. Begründung: Das Armband besticht durch eine akkurate technische Ausführung. Die geometrischen Grundformen der Armbandglieder sind mit aufwendigen Handgravuren in Form von optischen Illusionen verziert und stehen im Gegensatz zur sonst geradlinigen Wirkung des Stückes.