20.07.2012 – C. Hafner:

Mit einem Koffer nach Berlin

Erfahrungen weitergeben und neue Techniken erlernen: Christiane Köhne (rechts) freute sich auf »ihren« Koffer, der ihr von Fabian Jäger, dem vorherigen Stipendiaten, überreicht wurde.

Christiane Köhne, Absolventin des Pforzheimer Studiengangs Schmuck und Objekte der Alltagskultur (SOdA), hieß die Gewinnerin eines dreimonatigen Stipendiums der Pforzheimer Gold- und Silberscheideanstalt C. Hafner. Nun machte sich die junge Designerin auf den Weg in die Bundeshauptstadt, um ihre Ausbildung dort am Technischen Museum fortzusetzen und ihre Fertigkeiten in alten Handwerkstechniken zu vervollkommnen. Vorjahres-Stipendiat Fabian Jäger wird ihr den Einstieg erleichtern. »Es war wunderbar, so frei arbeiten zu können«, ist seine Erfahrung.

»Wir haben für sie einen Stipendiatenkoffer zusammengestellt, in dem auch ein bisschen Arbeitsmaterial verpackt ist«,, erklärte Dr. Ruth Reisert-Hafner, Seniorchefin der Firma, der das Stipendium sehr am Herzen liegt. Alte Techniken für junge Materialien und neue Ideen wären nicht nur für die Designer wichtig, sondern auch für die Goldstadt, sagte sie.
Das von C. Hafner ausgeschriebene Stipendium ermöglicht Absolventen des Pforzheimer Studiengangs SOdA einen mehrmonatigen Berlinaufenthalt in Kooperation mit dem Technischen Museum Berlin, wo sich die Stipendiaten mit alten Handwerkstechniken auseinandersetzen können. Dies hat Christiane Kühne bereits während ihrer Abschlussarbeit getan, doch »jetzt kann ich die Techniken selbst ausprobieren und sehen, was wirklich umsetzbar ist«, freut sie sich. Von einander zu lernen, ist eines der Ziele einer Kooperation zwischen dem Studiengang SOdA und dem Technischen Museum in Berlin, die es den Studierenden ermöglichen soll, sich mit alten Handwerkstechniken wie Hohlprägen und Guillochieren auseinanderzusetzen und mit Fallhammer, Friktionsspindelpresse und Guillochiermaschine zu arbeiten. Da für diese alten Techniken auch neue Materialien benutzt werden, entstehen oft ungewöhnliche Kombinationen, die nicht nur Schmuckfans begeistern. So zeigt die Galerie Ruth Temur in Berlin bereits zum dritten Mal den im Rahmen des Projekts »Pforzheim Revisited« entstandenen Schmuck vor.

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