01.02.2012 – Musée d’Art et d’histoire:

Faszinierende Ausstellung in Genf

Art-Déco-Pendulette mit retrograder Anzeige von Vacheron Constantin aus dem Jahr 1928.

Noch bis zum 29. April 2012 tickt es in dem berühmten Museum in Genf in allen Räumen. »Die Genfer Uhrenindustrie. Faszinierende Berufe, Schätze aus Gold und Email« heißt eine Sonderschau, deren Besuch sich auf jeden Fall lohnt. Estelle Fallet, Kuratorin der Ausstellung, die seit dem 15. Dezember 2011 im Genfer Museum zu sehen ist, hat rund 18.500 Exponate in den Mittelpunkt der Sonderausstellung über die Genfer Uhrenindustrie zusammengestellt. Keine Region in der Schweiz ist so tief mit der Uhrmacherei verwurzelt wie Genf und Umgebung sowie die Täler in der Nähe, die in den langen Wintern quasi von der Außenwelt abgeschnitten waren.

Hier gab es Energie durch die Wasserkraft, sodass die Metallverarbeitung reibungslos vonstatten gehen konnte. Handwerkliches Geschick und die nötige Ruhe ließen das wachsen, was heute als die Hochburg der eidgenössischen Uhrenindustrie berühmt ist. Uhrentechnik in vollendeter Ästhetik und herausragende Endbearbeitung, das sind die Grundpfeiler der Genfer Uhrenindustrie, die nicht nur auf eine lange Geschichte zurückblicken kann, sondern fast schon eine eigenständige Kultur darstellt.
Auch die Manufaktur Vacheron Constantin, die im Jahr 1755 gegründet wurde, beteiligt sich an der aktuellen Ausstellung und hat Exponate für eine Sonderausstellung innerhalb des aufgebauten tickenden Mikrokosmos zur Verfügung gestellt. »Fähigkeiten und Wissen miteinander zu teilen und an künftige Generationen weiterzugeben ist Teil der Werte, die täglich in unserer Manufaktur gelebt werden. Durch die Unterstützung des Genfer Museums für Kunst und Geschichte erweisen wir nicht nur dem kulturellen Erbe der Uhrmacherkunst unsere Ehre, sondern ebenso der Kunst und der Handwerkskunst im Allgemeinen sowie dem mit jeder Kunst einhergehenden Innovationsgeist und ihrer Tradition«, heißt es in einer Pressemitteilung der Manufaktur.

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