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Das Prototyp-Flugzeug des Solar-Impulse-Projekts hat seinen ersten Nachtflug erfolgreich bestanden.
Das Prototyp-Flugzeug des Solar-Impulse-Projekts hat seinen ersten Nachtflug erfolgreich bestanden.

Mit der Kraft der Sonne durch die Nacht

Als das Prototyp-Flugzeug des Solar-Impulse-Projekts am Morgen des 8. Juli 2010 auf dem Flugplatz von Payerne landete, war es gerade im Begriff, Geschichte zu schreiben. Das Flugzeug war die ganze Nacht hindurch geflogen, lediglich angetrieben durch die am Tag zuvor in den Solarzellen angesammelte Energie. Mit dem Aufgang der Sonne, die in diesem Projekt eine solch wichtige Rolle spielt, wurde an diesem Morgen eine neue Ära in der Luftfahrt eingeläutet.

Omega-Präsident Stephen Urquhart sprach voller Begeisterung über die kritische Phase der Mission: »Mit diesem ersten Nachtflug hat das Projekt Solar Impulse einen wichtigen Meilenstein gesetzt. Die avantgardistische Technologie funktioniert ganz offensichtlich einwandfrei. Außerdem bedeutet dieses Resultat, dass das ehrgeizige Ziel, die Erde mit einem Flugzeug zu umrunden, das Tag und Nacht nur durch die Kraft der Sonne angetrieben wird, bald schon in die Realität umgesetzt werden kann. Dies ist eine äußerst spannende und aufregende Zeit – und Omega ist stolz, Teil dieses Abenteuers sein zu dürfen.«

Solar Impulse hat sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: eine komplette Umrundung des Globus mit dem alleinigen Antrieb durch Solarenergie. Dies wird auf überzeugende Art beweisen, dass nachhaltige Energiequellen vorhanden sind, die es erlauben, die Abhängigkeit von nicht erneuerbaren fossilen Brennstoffen zu vermindern. Die Schweizer Uhrenmarke ist stolz auf die eigens geleisteten Beiträge zu diesem Pionier-Abenteuer und gratuliert seinen Solar-Impulse-Partnern zu diesem wichtigen Schritt in die Zukunft.

Omegas Teilnahme hat dem Projekt Kapital sowie technologische Unterstützung gebracht. 2007 entwickelte das Unternehmen ein Performance-Simulations und -Testsystem (ein Anlagenprüfstand), welches es dem SI-Entwicklungsteam ermöglichte, elektrische Systeme zu simulieren. Das Projekt profitiert auch von diesem Omega-Instrument – eine einfach ablesbare, vom Astronauten und Swatch-Group-Vorstandsmitglied Claude Nicollier entwickelte Einrichtung, welche die wichtigen Parameter anzeigt, die dem Piloten bei der Landung helfen. Die Omega-Ingenieure konnten das Know-how, das sie aus der Entwicklung des Hybridantriebssystems für das Swatchmobil in den neunziger Jahren erlangt hatten, in das aktuelle Projekt integrieren.

Vor kurzem haben Omega-Spezialisten ein äußerst leistungsfähiges Landescheinwerfer-System für den Solar-Impulse-Prototyp entwickelt. Dabei wurden sie vor eine große Herausforderung gestellt: Nach Angaben des Solar-Impulse-Projektteams durfte das Gewicht des gesamten Landescheinwerfer-Systems nicht mehr als zwei Kilogramm betragen. Es gelang, ein System mit einem erstaunlichen »Watt-Gewicht«-Verhältnis zu liefern. Auf jedem Flügel befindet sich ein Satz LED-Landescheinwerfer, deren Helligkeit durch eine Korrelationslinse verstärkt wird. Entlang der Tragflächen sind weitere Extralichter angebracht. Als Abdeckung wird der besonders robuste Kunststoff verwendet, der auch bei der Fertigung von Schweizer Uhren eingesetzt wird. Insgesamt wiegen die Landescheinwerfer und die Zusatzscheinwerfer, ihre Abdeckungen, der Transformator und die Konnektoren sowie die Verdrahtung etwa 1,998 Kilogramm. Das Ergebnis: Die Landebahn von Solar Impulse ist beleuchtet, die Sicherheit des Piloten deutlich verbessert und die Zusatzlichter sorgen für einen beeindruckenden optischen Effekt – und das alles in einem einzigen Paket von weniger als zwei Kilogramm.

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