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Dr. Alfred Schneider geht in den Ruhestand.
Dr. Alfred Schneider geht in den Ruhestand.

Der Lotse geht von Bord

  • 30.11.2010
  • Leute
  • U.J.S. Redaktion

Er hat seit nunmehr 30 Jahren die Branche in vielfältiger Art und Weise begleitet und geprägt. Meist schlug er leise Töne an, mal meldete er sich lauthals zu Wort – aber immer nur, um das Beste für die deutsche Schmuck und Uhrenindustrie zu erreichen. Dr. Alfred Schneider geht in den wohlverdienten Ruhestand. Alfred Schneider, geboren im Jahr 1945, ist ab Ende des Jahres 2010 Rentner. Ein gewichtiger Fürsprecher der deutschen Schmuck- und Uhrenindustrie verlässt das Rampenlicht der Branche. Neun Verbände hat der sympathische Rechtsanwalt zuletzt angeführt. Als Vorstand der Stiftung Deutsches Diamant Institut hat er ebenso Impulse gegeben wie als Delegierter des Weltschmuckverbandes CIBJO im Weltwirtschaftsrat der UN. In erster Linie war er allerdings Hauptgeschäftsführer des BV Schmuck und Uhren mit Sitz in Pforzheim.

Bereits im Jahr 1975 entdeckte Alfred Schneider die Verbandsarbeit für sich. 1981 ging er als Geschäftsführer in die Schmuckindustrie, die heute als BV Schmuck und Uhren im Pforzheimer Industriehaus residiert. Parallel dazu übernahm er auch die Geschäftsführung der Vereinigung der Bundesverbände des deutschen Schmuck- und Silberwarengewerbes. Seinen letzten Job als Geschäftsführer übernahm er im Jahr 2005 bei der Gründung der JRG Jewellery Relations Group. Dass mit Alfred Schneider ein gewichtiger Mann die Branche verlässt, zeigte seine Verabschiedung am 17. November 2010 im Reuchlinhaus in Pforzheim. Das Who's who der Branche erwies dem scheidenden Geschäftsführer die Ehre. Gastredner Prof. Dr. Dieter Hundt, der Präsident der Bundesvereinigung der deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), erklärte in seinem Grußwort: »Menschen wie Dr. Alfred Schneider machen Verbände zu geschätzten und gefragten Teilnehmern in der politischen Diskussion und verleihen ihnen eine Stimme.«

In seinem »Ausblick« dankte der Nachfolger und noch amtierende Geschäftsführer des Edelmetallverbandes in Schwäbisch Gmünd, Thilo

Brückner, seinem Vorgänger für die partnerschaftliche und vertrauensvolle Zusammenarbeit und für die intensive Einarbeitung in der Übergangszeit. Die Schmuck und Uhrenbranche scheine endlich das Kabbelwasser hinter sich gelassen zu haben. Pforzheim sei heute das Kompetenzzentrum der gesamten Branche. Er sehe sich jedoch auch als »Brückenbauer« dem daran liege, die beiden Städte Schwäbisch

Gmünd und Pforzheim einander näherzubringen »wie die beiden Rümpfe des Katamarans, die aufeinander angewiesen sind und das gleiche Ziel haben.«

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