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Rückläufiger Umsatz – Kurzarbeit bei Cartier

Richemont musste im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2008/09 (Ende Dezember) einen deutlichen Umsatzrückgang hinnehmen. Der Gruppenumsatz der Luxusgüterkonzerns Richemont ist im dritten Quartal (Oktober bis Dezember) um sieben Prozent auf 1.552 (Vorjahr: 1.673) Mio. € gesunken.

Zu konstanten Wechselkursen betrug der Rückgang 12 Prozent, wie der Luxusgüterhersteller am 19. Januar mitteilte. Damit hat der Luxusgüterkonzern die Schätzungen der Analysten klar verfehlt. Der rückläufige Trend habe sich vor allem gegen Quartalsende hin stark bemerkbar gemacht. Die Verkäufe seien im Monat Dezember gegenüber dem Vorjahr zu aktuellen Wechselkursen um 12 Prozent zurückgegangen. In den ersten neun Monaten (April bis Dezember) ergab sich noch ein Umsatzwachstum von drei Prozent, nachdem es im ersten Halbjahr noch zehn gewesen waren. Zu konstanten Wechselkursen sind die Umsätze im dritten Quartal in allen Regionen zurückgegangen. Den stärksten Rückgang verbuchte der Konzern in Amerika, wo der Umsatz zu konstanten Kursen um 28 Prozent zurückging. Dabei habe sich das rückläufige Konsumentenvertrauen negativ auf die Geschäftsentwicklung von Richemont ausgewirkt, heißt es. In der Konzernregion Europa sanken die Verkaufszahlen um neun Prozent.

Das dritte Quartal zeigt folgende Entwicklungen: Schwächere Verkäufe der Marken Cartier und Van Cleef & Arpels führten im Bereich Schmuck zu einem Rückgang um 12 Prozent. Im Uhrenbereich gingen die Verkäufe um elf Prozent zurück, bei den Schreibwaren um 17 Prozent, bei den Lederwaren und Accessoires um zehn Prozent. Der Richemont-Konzern hat bereits reagiert und beim Luxusuhrenhersteller Cartier im Werk in Villars-sur-Glâne in weiten Teilen Kurzarbeit eingeführt. Betroffen sind 160 der 200 Beschäftigten. Vorerst gelte die Kurzarbeit ab Februar für drei Monate.

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