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Quelle: Nielsen Connected Commerce Report 2017

Käuferverhalten: Das Produkt bestimmt den Kaufort

  • 07.02.2017
  • Handel
  • U.J.S. Redaktion

Die Grenzen zwischen dem Kauf im Internet und im stationären Geschäft verschwimmen immer mehr laut Marktforschungsinstitut Nilsen.

Auf dem Sofa per Smartphone bestellen und im Laden abholen, im Supermarkt den digitalen Einkaufszettel zu Rate ziehen und im Internet Koch-Pakete zum selbst Kochen nach Hause bestellen: Immer mehr Verbraucher trennen nicht mehr zwischen analogem und digitalem Einkauf. Ob etwas bevorzugt online, offline oder auf beiden Wegen gekauft wird, entscheiden Verbraucher je nach Produkt. Reisen (53 Prozent, Europa 67 Prozent), Veranstaltungs-Tickets (50 Prozent, Europa 57 Prozent) und Video-Spiele (50 Prozent, Europa 56 Prozent) werden überwiegend online eingekauft.

Das Produkt bestimmt den Einkaufsort

68 Prozent der Deutschen geben an, dass sie schon mindestens einmal Kleidung im Internet gekauft haben (Europa 52 Prozent). Auf Platz zwei folgen Bücher, Musik und Schreibwaren mit 66 Prozent (Europa 49 Prozent) und Unterhaltungselektronik mit 48 Prozent (Europa 38 Prozent). Einige Produkte werden von den Verbrauchern lieber im Geschäft andere lieber online eingekauft. Die meisten Produkte, die überwiegend im Internet gekauft werden, sind Dienstleistungen und Technikprodukte. Vor Ort im Geschäft kaufen die Deutschen hingegen am häufigsten verpackte Lebensmittel, frische Lebensmittel sowie Wein und Getränke. Alle diese Produkte haben eines gemeinsam: Der Anteil der Verbraucher, der sie überwiegend online einkauft, ist sehr gering. Häufiger wird eine Kombination aus Online- und Offline-Käufen bevorzugt.

Digitale Einkaufshelfer

Unabhängig davon, ob die Verbraucher letztendlich offline oder online kaufen, der Einsatz von digitalen Hilfsmitteln im Einkaufsalltag wird immer vielfältiger. Jeder zehnte Deutsche nutzt bereits Online-Coupons (12 Prozent, Europa 13 Prozent) und fast jeder zweite kann sich vorstellen, dies künftig zu tun (46 Prozent, Europa 60 Prozent). Auch wenn bislang nur fünf Prozent der Deutschen online bestellen, um das Produkt im Geschäft abzuholen (Europa 11 Prozent) können es sich bereits 36 Prozent hierzulande vorstellen (Europa 50 Prozent). Ebenfalls fünf Prozent nutzen Online-Einkaufszettel und fast die Hälfte kann sich dies für die Zukunft vorstellen (41 Prozent, Europa 56 Prozent).

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