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Juwelier Warndienst: Rififi-Einbruch in Einkaufszentrum

  • 27.07.2016
  • Handel
  • U.J.S. Redaktion

Im ersten Fall im Schweizerischen Wallisellen gingen die Täter beim Einbruch besonders ausgeklügelt vor. Auch in Sachen Diebesgut hatten die Täter eine ganz klare Zielrichtung: Sie stibitzten ausschließlich Uhren und Schmuck der Marken Omega und Chopard. Warum die Täter nur durch Insiderwissen diesen Coup landen konnten - lesen Sie hier.

Am frühen Montagmorgen des 11. Juli öffneten unbekannte Täter ein Dachfenster im Einkaufszentrum in Wallisellen und seilten sich mit einer Strickleiter zu den Verkaufsflächen ab. Die Täter zerstörten ein Schaufenster und die Innenvitrinen eines Juweliergeschäftes. Sie rafften die Waren zusammen und flüchteten auf dem gleichen Weg auf dem sie gekommen waren. Die Täter konnten unerkannt entkommen. Experten gehen davon aus, dass die Tat nur mit Insiderwissen auszuführen gewesen ist. Die Vermutung: Die Täter müssen vorher gewusst haben, dass das geöffnete Dachfenster nicht an eine Alarmanlage angeschlossen war. Der (normale) Eingang sowie die Ladenlokale sollen alarmgesichert sein. Ebenfalls soll die Security zu diesem Zeitpunkt auf einem Kontrollgang in einem anderen Bereich des Gebäudes gewesen sein. Der Juwelierwarndienst möchte aufgrund dieser Vorgehensweise ausdrücklich folgende Hinweise für Geschäfte in Einkaufszentren geben: »Ein Center bietet nicht automatisch einen höheren Schutz. In der Regel ist der Schutz dort geringer als bei einer Innenstadtlage. Aus diesem Grund müssen die Geschäfte mindestens genauso wie Geschäfte in Fußgängerzonen abgesichert sein (Alarmanlage; Sicherheitslaminatglas etc.). Da die Einkaufszentren meist auf der 'grünen Wiese' ansässig sind und damit die Polizei bei einer Alarmauslösung mehr Zeit bis zum Eintreffen benötigt, sind weitere Maßnahmen zum Schutz der Waren zu treffen wie beispielsweise ein Sicherheits-Nebelgerät. Diese Vorrichtung vernebelt in Sekunden die Räumlichkeiten, so dass die Täter meistens die Flucht ergreifen, weil sie schlicht weg nicht mehr die Ware sehen können, die sie entwenden wollten.

Diebstahl während der Schaufensterdekoration

Zum Schluss geht es noch mal um einen Fall, der an Leichtsinnigkeit kaum zu übertreffen ist. So betraten am Montag, den 4. Juli, gegen 16 Uhr, zwei unbekannte junge Männer ein Juweliergeschäft und sagten auf Nachfrage, dass sie Arbeit suchen würden. Einem der Männer gelang es unbemerkt einen Armreifen vom Verkaufstresen zu stehlen, der dort wegen der Dekorationsarbeiten abgestellt war. Die Männer konnten unerkannt zu Fuß entkommen. Ein Fall, der leicht hätte verhindert werden können.

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