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Steigendes Preisbewusstsein in Deutschland

  • 08.12.2009
  • Fakten
  • U.J.S. Redaktion

Das steigende Preisbewusstsein deutscher Konsumenten spiegelt sich in einer verbesserten Schätzgenauigkeit von Produktpreisen wider. Dies ist ein zentrales Ergebnis der Preisstudie 2009 der Strategieberatung OC&C Strategy Consultans in den Branchen Baumärkte, Lebensmitteleinzelhandel, Textileinzelhandel, Unterhaltungs- und Haushaltselektronik, Parfümerie, Schuhe und Sport.

Deutsche Verbraucher verschätzen sich bei der Beurteilung des Preisniveaus von Händlern derzeit um durchschnittlich 9,1 Prozent verglichen mir 10,1 Prozent im vergangenen Jahr. Das ist ein neuer Rekordwert, so die Studie. Dennoch liegt Deutschland im internationalen Vergleich nur im Mittelfeld. Am genauesten schätzen die Franzosen mit 4,7 Prozent Abweichung, am ungenauesten die Briten mit einer Abweichung von 10,1 Prozent, dicht gefolgt von den US-Amerikanern mit 10 Prozent.

Parallel zur verbesserten Schätzgenauigkeit der Deutschen haben sich auch die Preis- und Aktionsstrategien der führenden Anbieter in der Wirtschaftskrise verändert. »Führende Händler konfrontieren die Kunden mit einem immer breiteren und intensiver gebutzten Spektrum an Preis-, Produkt- und Serviceaktionen. (…) Die Preisaktionen verunsichern Kunden und setzen in vielen Sortimentsbereichen eine negative Preisspirale in Gang. In der Folge bringen viele Aktionen bereits heute nicht mehr den gewünschten Ertrag« so Christian Ziegfeld von OC&C Strategy Consultans.

Im Geschlechtervergleich gibt es mit Blick auf die Schätzgenauigkeit einen eindeutigen Sieger: die Frauen. Sie schätzen die Preise in vier der fünf untersuchten Sortimentsbereiche besser ein als die Männer. Einzig im Bereich Unterhaltungselektronik sind die Männer mit einer Abweichung von 1,9 Prozent geringfügig besser als die Frauen mit zwei Prozent Abweichung.

 

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