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Konsum in der Krise – Krise beim Konsum?

  • 11.02.2009
  • Fakten
  • U.J.S. Redaktion

Wie wird sich der Konsum in diesem Jahr entwickeln? Diese Frage stand im Fokus der Pressekonferenz der GfK AG Anfang Februar in Nürnberg.

Das Thema Arbeitslosigkeit wird den Konsum voraussichtlich erst Ende des Jahres beeinflussen. Der Verbraucher wird deshalb im Laufe dieses Jahres noch wenig von der Krise spüren. Insgesamt werden Branchen, Industrien und Verbrauchergruppen unterschiedlich stark betroffen sein. Die GfK prognostiziert ein Konsumwachstum von bis zu 0,5 Prozent im Jahr 2009.  

Die Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise sind beim Verbraucher noch nicht angekommen und die Konsumstimmung zeigt sich über die letzten Monaten hinweg erstaunlich widerstandsfähig. Trotz der Turbulenzen konnte der Konsumklima-Index von 1,6 Punkten im September letzten Jahres auf 2,2 Punkte im Januar 2009 steigen und zeigte sich zuletzt stabil. Die Stimmung wird durch die stark rückläufige Inflationsrate und die deutlich nachgebenden Benzin- und Energiepreise gestützt. Dies führte zu einer merklichen Steigerung der Kaufkraft, die auch aufgrund der guten Lohnabschlüsse des vergangenen Jahres gestärkt wurde. Auch der bis vor kurzem noch stabile Arbeitsmarkt mit niedriger Arbeitslosigkeit stärkt die Kaufkraft.  

Damit sind Voraussetzungen gegeben, die trotz aller Hiobsbotschaften die Hoffnung begründen, dass der Konsum zumindest im ersten Halbjahr einen Teil der Exportrückgänge auffangen könnte. »Die GfK geht von einem Konsumwachstum von bis zu 0,5 Prozent aus«, so Professor Dr. Klaus L. Wübbenhorst, Vorstandsvorsitzender der GfK AG, in seinem Fazit. Allerdings wird der Konsum den Export als Konjunkturmotor nicht vollständig ersetzen können. Hierzu bewegt sich die Konsumstimmung insgesamt auf zu bescheidenem Niveau.  

 

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