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Verbrauchervertrauen: So optimistisch waren die Deutschen noch nie

  • 12.10.2017
  • Fakten
  • U.J.S. Redaktion

Das Verbrauchervertrauen der Deutschen hat mit einem Stand von 103 Punkten ein neues Rekordniveau erreicht. Noch nie haben die Verbraucher hierzulande so zuversichtlich auf die kommenden zwölf Monate geblickt. Deutschland zählt damit zu den optimistischsten Ländern in Europa und belegt Mitte 2017 den dritten Platz. Das Verbrauchervertrauen der Deutschen liegt 18 Indexpunkte über dem europäischen Durchschnitt (85 Punkte) und sieben Indexpunkte höher als noch vor einem Jahr.

Aktuell führen die Dänen das Ranking der Job-Optimisten in Europa an. Dort bewerten 68 Prozent ihre Job-Perspektiven als gut oder sehr gut. Deutschland folgt auf dem zweiten Platz mit 66 Prozent. Dieser Wert ist fast doppelt so hoch wie im europäischen Durchschnitt (37 Prozent). Das Vertrauen in die Arbeitsmarktsituation hat sich jedoch nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa um acht Prozentpunkte gesteigert.

Die Kauflaune der Deutschen bleibt ungebrochen

51 Prozent der Deutschen sind der Ansicht, dass die nächsten 12 Monate eine gute Zeit sind, um Dinge zu kaufen, die sie benötigen und mögen (Europa 36%). Der deutsche Wert ist im Vergleich zum letzten Jahr um sechs Prozentpunkte gestiegen, der europäische Durchschnitt um drei Prozentpunkte (Q2 2016: 33 Prozent, Q2 2017: 36 Prozent). Das gestiegene Vertrauen in die deutsche Wirtschaft, die niedrigen Zinsen und die positiven Job-Aussichten sorgen dafür, dass die Deutschen bereit sind, mehr Geld auszugeben als noch letztes Jahr. Mehr als die Hälfte der Deutschen (55 Prozent) bewertet ihre aktuelle persönliche finanzielle Situation als gut bis sehr gut, im europäischen Durchschnitt sind es nur 44 Prozent der Verbraucher. Damit liegt Deutschland im Europa-Ranking auf Platz 11.

Die Deutschen shoppen, statt zu sparen

Eine gute Verbraucherstimmung sorgt auch für ein erfreuliches Konsumklima. So geben 44 Prozent der Deutschen an, ihr Geld nach Deckung der Lebenshaltungskosten für Urlaub auszugeben. An zweiter Stelle folgt Kleidung (42 Prozent) - Sparen wollen lediglich 28 Prozent. Damit unterscheiden sich die deutschen Werte weiterhin vom europäischen Durchschnitt, der eher spart (37 Prozent), und erst danach an Urlaub (36 Prozent) oder neue Kleidung (36 Prozent) denkt. Auch die niedrigen Zinssätze beeinflussen den Umgang der Deutschen mit ihrem Geld. Während in anderen europäischen Ländern eher gespart wird, gönnen sich die Deutschen gerne auch etwas.

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