UJS

Luxus-Trend: Juwelier-Filiale schlägt AMAZON & Co

  • 16.11.2017
  • Fakten
  • U.J.S. Redaktion

Wenn es um den Einkauf von Luxuswaren wie Uhren und Schmuck geht, setzen Verbraucher auf die Old Economy: Den Verbrauchern ist eine persönliche Beratung im Fachgeschäft wichtig bis sehr wichtig (DE: 49%, CH: 60%) – deshalb ziehen die Kunden eine traditionelle Juwelierfiliale dem Online-Shop vor. Selbst die etablierten großen Online-Händler wie Amazon & Co. sind beim Uhren- und Schmuckkauf deutlich seltener die erste Adresse (DE: 28%, CH: 16%). Gleichzeitig wünscht sich allerdings gut jeder Dritte, dass der Fachhändler des Vertrauens zusätzlich ein eigenes Online-Angebot betreibt (DE: 35%, CH: 35%). Das sind Ergebnisse des INHORGENTA-Trendindex 2018 der Messe München. Dazu wurden 2.061 Verbraucher bevölkerungsrepräsentativ in Deutschland (N= 1.060) und der Schweiz (N=1.001) befragt.

»Wichtige Botschaft an den Fachhandel: Die Mehrheit der Verbraucher möchte künftig noch individueller beraten werden«, sagt Stefanie Mändlein, Projektleiterin der Inhorgenta Munich. »Mehr als 70 Prozent sprechen sich für maßgeschneiderten Service aus.« (DE: 71%, CH: 76%) Damit punktet der Fachhandel auch im Online-Kanal: Eine Mehrheit der Kunden kann sich eine persönliche Beratung im Internet gut vorstellen (DE: 62%, CH: 56%). »Wir sehen in den Umfrageergebnissen einen Appell an die Branche, die Chancen der digitalen Welt mit dem traditionellen Geschäft stärker zu verbinden und dabei den persönlichen Draht zum Kunden weiter auszubauen«, sagt Mändlein.

»Rote Linie« beim Online-Kauf

Gibt der Juwelier seinen Kunden die Wahl zwischen Online- und Analog-Shop, spielt für die Verbraucher der Bestellwert eine entscheidende Rolle, für welchen Kanal sie sich entscheiden: Die Grenze beim Online-Kauf liegt für gut jeden Zweiten (DE: 55%, CH: 55%) bei maximal 100 Euro. Im Preissegment bis maximal 499 Euro ist noch knapp jeder Dritte (DE: 30 %, CH: 29%) zum Internetkauf bereit und ab 500 Euro nur noch rund jeder Fünfte (DE: 23 %, CH: 18%). Allerdings wünschen rund 70 Prozent der Befragten eine spezielle Versicherung für den Versand von Uhren und Schmuck (DE: 72%, CH: 69%). Ebenso sind die Kunden an zertifizierten Echtheitsnachweisen für den Onlinekauf interessiert – rund zwei Dritteln ist das sogar ausgesprochen wichtig (DE: 63%, CH: 66%).

Neuer Glanz für alte Stücke

Bei der Bewertung der traditionellen Filiale steht das Know-how der Juweliere hoch im Kurs, wenn es beispielsweise um die Einschätzung von Familienschätzen geht: Die Mehrheit der Verbraucher (DE: 52%, CH: 59%) wünscht sich eine Beratung zur Umarbeitung oder zum Einschmelzen von altem Schmuck und Uhren.

Inhorgenta-Trend-Index 2018 – Uhren und Schmuck

Für den Inhorgenta-Trend-Index der Messe München wurden im September 2017 bevölkerungsrepräsentativ insgesamt rund 4.000 Verbraucher in Deutschland (N=1.060), Großbritannien (N=1.025), der Schweiz (N=1.001) und Italien (N=1.118) von einem Marktforschungsinstitut zu den Trends in der Uhren- und Schmuckbranche befragt.

Verwandte Themen
Top-Zukunftstrend für Uhrenbranche weiter
Tipps der Woche weiter
Einheitliche Nomenklatur im Diamanthandel weiter
Sicherheitsdienst mit Hammer schwer verletzt weiter
Tipps der Woche weiter
Tipps der Woche weiter