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Rückblick: Das war los im Februar

Rückblick: Das war los im Februar

Nach einem verhaltenen Januar für die Uhren- und Schmuckbranche bot der Februar auch Grund zum Optimismus.

Dazu trugen die Zahlen des Bundesverband der Deutschen Juweliere ebenso bei wie die gute Stimmung auf der Inhorgenta Munich vom 18. Februar bis 21. Februar. Eingetrübt wurde diese jedoch durch einen schweren Raubüberfall auf einen Genfer Juwelier.


Nur leichter Rückgang bei Uhren und Schmuck

Zum Auftakt der 44. Inhorgenta Munich (18. Februar bis 21. Februar) wurden vom Bundesverband der Deutschen Juweliere (BVJ) die aktuellen Marktdaten vorgestellt. Demnach sei der deutsche Verbraucher kein Luxus-Muffel. Allerdings hätte das nachlassende Touristengeschäft den Branchenumsatz leicht geschmälert. Marktimpulse verspricht sich die Branche durch eine Vielzahl an Inhorgenta-Neuheiten. Bei niedrigen Zinsen und hoher Konsumlaune stehen Edelmetalle und Edelsteine bei den Deutschen weiterhin hoch im Kurs. Der Markt für Uhren und Schmuck ging im Jahr 2016 nur leicht um 1,2 Prozent auf 4,73 Milliarden Euro zu Endverbraucherpreisen (inkl. Mehrwertsteuer) zurück. Dies teilte der BVJ Handelsverband Juweliere nach aktueller Hochrechnung auf der Hauptpressekonferenz am 17. Februar in München im Vorfeld der deutschen Branchenleitmesse Inhorgenta Munich mit. Der Nachfragerückgang begründet sich überwiegend in einem schwächeren Touristengeschäft, so der Kölner Verband.

Stephan Lindner, Präsident des BVJ:

Die inländische Nachfrage ist stabil und beim Geschäft mit hochwertigem Schmuck konnten die Juweliere sogar zulegen. Wir bleiben auf einem sehr hohen Niveau.

Im Vorjahr konnte die Branche noch außergewöhnlich deutlich um 2,9 Prozent zulegen. »Insgesamt können die Juweliere, Schmuck- und Uhrenfachgeschäfte mit dem Jahr 2016 aber zufrieden sein. Die Einbrüche der Einkäufe chinesischer Touristen und die Verlagerung von Luxus-Käufen nach dem Brexit haben fast ausschließlich Juweliere in den 1A-Lagen der deutschen Metropolen getroffen – das sind relativ wenige, aber umsatzstarke Betriebe.« Für das laufende Jahr rechnet der BVJ mit einer Stabilisierung der Umsätze auf hohem Niveau.


Inhorgenta Munich – Gute Zahlen und gute Stimmung

Mit 987 Ausstellern aus 40 Ländern haben in diesem Jahr rund fünf Prozent mehr Aussteller teilgenommen. Die Zahl der Fachbesucher ist ebenfalls um fünf Prozent auf 27.500 gestiegen.

Klaus Dittrich, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe München über den Verlauf der Messe:

Die positive Stimmung war in allen Hallen bei Ausstellern und Besuchern zu spüren. Das bestätigt auch die erste Auswertung der Aussteller- und Besucherbefragung. In allen Punkten haben sich die Werte weiter verbessert. Mit dem Ergebnis können wir alle sehr zufrieden sein.

Junghans-Geschäftsführer Matthias Stotz:

Die Inhorgenta Munich stellt für uns den idealen Auftakt in das neue Geschäftsjahr dar – sie genießt bei uns einen hohen Stellenwert.   

Jörg Gellner, CEO des gleichnamigen Schmuck-Herstellers:

Als Plattform für professionellen Austausch, Inspiration und persönliche Interaktion ist die Inhorgenta Munich für uns ein wichtiger jährlicher Meilenstein. Wir freuen uns, auch nächstes Jahr wieder teilzunehmen.   

Alexander Kuster, Leitung Vertrieb Leonardo:

Wir sehen unsere Rückkehr auf die Inhorgenta Munich – nach einer kurzen Auszeit – als absolut richtige Entscheidung. Das beweist das sehr gute Kunden-Feedback.


Überfall mit Geiselnahme

Der Raubüberfall bei einem Genfer Juwelier ging laut Juwelierwarndienst personenseitig zum Glück glimpflich aus. Laut Juwelierwarndienst betrat am Freitag, 03. Februar, gegen 17 Uhr, ein unbekannter Mann (teilmaskiert) mit Hut und Schal ein Juweliergeschäft. Im Geschäft zog er eine Schusswaffe und bedrohte mit dieser die Angestellten. Laut Medien zwang der Täter die Mitarbeiter, ihm Juwelen im Wert von zirka 20 Mio. Schweizer Franken in einen mitgebrachten Beutel zu packen. Um das Geschäft wieder verlassen zu können, soll er eine Mitarbeiterin bis zu einem Motorrad in Geiselhaft genommen haben. Die Tat dauerte keine 15 Minuten lang. Auf der Flucht vor der Polizei in Richtung Grenze stürzte der Mann und konnte mit der Beute festgenommen werden. Der Täter soll perfekt französisch gesprochen haben. Es könnte sich um einen Franzosen mit arabischen Wurzeln handeln. Mehr über das Täterprofil gibt es unter www.warndienst.com zu lesen. 


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