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Rückblick: Das war los im Juni

Rückblick: Das war los im Juni

Eine bewährte Messe zum neuen Termin, eine völlig neue Messe und die Erweiterung einer Manufaktur standen im Juni im Fokus des Interesses.

Neue Herbstmesse in NRW

Der Landesinnungsverband-NRW (LIV) hat von langer Hand eine Herbstmesse für dieses Jahr geplant. Die Mitglieder des LIV-NRW haben nun bei der vergangenen Vorstandsversammlung Mitte Juni mehrheitlich ihre Zustimmung gegeben. Nach Angaben des LIV-Vorsitzenden Raphael Fischer sind die »Vorbereitungen für die Messe schon weit gediehen«. Der Name der Herbst- Ausstellung nennt sich »JuwelUhr« und wird im Kongress- und Eventpark der Stadthalle Hagen vom 23. bis 24. September (zeitgleich mit der Bundestagswahl am 24.9.) veranstaltet. Der Termin sei laut Fischer von vielen Ausstellern gewünscht. Die Herbstmesse für die Juwelierbranche im Westen Deutschlands soll in den angrenzenden Benelux-Ländern und auch bundesweit beworben werden. Die »JuwelUhr« soll eine Fachmesse mit »Mehrwert zum Vorteil der Fachbesucher« werden. Fischer: »Der Fachhandel, Juweliere, Goldschmiede, Silberschmiede, aber auch Uhrmacher sollten sich diesen Termin vormerken und reservieren und über die Briefwahl nachdenken. Denn an diesem Sonntag finden auch die Bundestagswahlen statt.« Eine abschließende Bitte hat der Vorsitzende des LIV NRW noch: »Tauschen Sie nicht eine Messepräsenz gegen eine andere aus, sondern nutzen Sie unser Angebot als Möglichkeit, der großen gebündelten Kaufkraft in der Region und den überregional anreisenden Kunden mit besonderen Angeboten dienlich zu sein.«


Einzelhandel funktioniert

So lautet das Fazit der Tendence, die erstmals mit vorgezogenem Termin bereits Ende Juni stattgefunden hat. 20.000 Besucher kamen dafür nach Frankfurt am Main. An vier Veranstaltungstagen orderten und netzwerkten Einzelhändler und Volumeneinkäufer aus ganz Europa in den Frankfurter Messehallen. Im Fokus standen Inspiration zu Sortimentsgestaltung, Warenpräsentation, Kundenwerbung und Events am Point of Sale. In Sonderpräsentationen wie »Tendence.Impulse«, »Concept Store« oder »Outdoor Living« hatte die Fachmesse Vertriebsmaßnahmen greifbar und zukunftsweisend in Szene gesetzt. Verbreitert wurde das Angebot zudem durch »International Sourcing«, neu etabliert in Halle 10.1. Daneben zogen Produktneuheiten und Konsumtrends von 1.125 Ausstellern aus 54 Ländern die Aufmerksamkeit der Einkäufer auf sich. Detlef Braun, Geschäftsführer der Messe Frankfurt, betont: »Gemeinsam mit Industrie und Handel haben wir einen wichtigen Schritt unternommen, die Tendence zu einem extrem praxisnahen und zukunftsweisenden Vertriebswerkzeug für den Einzelhandel zu entwickeln. Das Konzept kommt sehr gut an! Klar ist aber auch, dass es Zeit braucht, bis alle Einkäufer den neuen Termin und das neue Konzept vollständig annehmen. Daran werden wir arbeiten.« Die nächste Tendence findet vom 30. Juni bis 3. Juli 2018 auf dem Gelände der Messe Frankfurt statt.


Erweiterung der Manufaktur

Am 16. Mai 2017 feierte die Frederique Constant Group die Grundsteinlegung für das zweite Gebäude der seit zehn Jahren bestehenden Manufaktur. Bereits im Jahr 2006 musste die Marke ihre Fertigungsstätten erweitern. Damals entschied sie sich für Plan-les-Ouates als Standort für die neue Manufaktur mit insgesamt 3.200 Quadratmetern, verteilt auf vier Stockwerke. Hier sind vier Abteilungen untergebracht: die Fertigung von Uhrwerkbestandteilen, die Uhrwerkmontage, die Uhrenmontage und die umfassende Qualitätskontrolle. Peter Stas (Management Frederique Constant) bei der Grundsteinlegung: »Unsere derzeitige Manufaktur wird in den nächsten Jahren ihre Kapazitätsgrenze erreichen, und wir möchten unsere Fertigungseinrichtungen auf die Jahre danach vorbereiten. Das zweite Manufakturgebäude wird eine Fläche von 3.000 Quadratmetern besitzen. Damit verdoppeln wir praktisch unsere Kapazitäten.« Der Bau des vierstöckigen Gebäudes wird bis zu 24 Monate dauern. Mit der Erweiterung wird die gewünschte Vergrößerung der Hauptfertigungsabteilungen möglich, sodass die Produktionskapazität von 150.000 auf 250.000 Uhren pro Jahr gesteigert werden kann. Außerdem soll die Zahl der Mitarbeiter auf 250 erhöht werden, was nahezu einer Verdopplung entspricht.


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