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Creditoren-Verein: Gemischte Bilanz in der Uhren- und Schmuckbranche

  • 23.05.2017
  • Fakten
  • U.J.S. Redaktion

In einer aktuellen Studie erläutert die internationale Gläubigerschutzorganisation Creditoren-Verein Pforzheim (CV), wie sich die von ihm betreuten Branchen im Jahr 2016 entwickelt haben. Die Studie basiert unter anderem auf den Ergebnissen der jüngsten Mitgliederbefragung.

CV-Geschäftsführer Matthias Wolf ist mit dem Realisierungserfolg im Geschäftsjahr 2016 zufrieden.

Für die Schmuck- und Uhrenbranche fällt die Bilanz gemischt aus. Im Bereich Schmuck, Gold- und Silberwaren ging der Umsatz der Betriebe ab 50 Beschäftigten im Vorjahresvergleich um knapp 2 Prozent zurück. Der Exportumsatz aller Betriebe stieg um 9 Prozent auf 2,6 Mrd. Euro; der Importumsatz sank um 3,2 Prozent auf 1,77 Mrd. Euro. Im Bereich Uhren erzielten die Betriebe ab 50 Beschäftigten ein leichtes Umsatzplus von 1,5 Prozent und einen Mitarbeiterzuwachs von 2,7 Prozent. Die Export- und Importzahlen folgten mit minus 17 und minus 20,5 Prozent hingegen einem Negativtrend. Als mögliche Ursache für diese Entwicklung nennt der CV vor allem die internationalen wirtschaftlichen und politischen Veränderungsprozesse, die Unsicherheit in den Markt bringen.

Schlechte Zahlungsmoral der Uhren- und Schmuckbranche

Die Zahlungsmoral deutscher Unternehmen ist gut, die Quote der Spät- oder Nichtzahler mit 14,2 Prozent vergleichsweise niedrig. Die Schmuck- und Uhrenbranche schneidet in diesem Punkt allerdings negativ ab, denn laut Umfrage bezahlte rund die Hälfte der Abnehmer ihre Rechnung nicht nach Zahlungsziel. Als Hauptgrund dafür wurden – wie schon in den Vorjahren – Liquiditätsprobleme genannt. Während das Weihnachtsgeschäft 2016 aus Sicht von 57 Prozent der Befragten schlecht lief, geben die stetig sinkenden Insolvenzzahlen Anlass zum Optimismus. Die stabile Konjunktur in Deutschland, ein hohes Beschäftigungsniveau und günstige Finanzierungsbedingungen fördern diese Entwicklung – auch in der Schmuck- und Uhrenbranche, die vergangenes Jahr 10,6 Prozent weniger Insolvenzen verkraften musste als 2015.

Creditoren-Verein entwickelt sich positiv

In eigener Sache verzeichnet der CV, der über 125 Jahre Erfahrung im branchenbezogenen Gläubigerschutz hat, ein positives Jahr 2016: »Wir konnten im Jahr 2016 82 Prozent im Inland sowie 66 Prozent im Ausland aller Forderungen für unsere Mitglieder realisieren – Das ist ein enormer Realisierungserfolg«, so Geschäftsführer Matthias Wolf.

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