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Sylvie Ritter, Managing Director Baselworld, bei der Hauptpressekonferenz am Mittwoch.

Die Show beginnt: »Im Dienst der Zeit«

Mit der Hauptpressekonferenz der Baselworld startete auch der diesjährige weltgrösste Treff der Uhren- und Schmuckbranche. 2016 steht dabei unter dem Motto: »Qualität kommt vor Quantität«.

Verkündet hat dieses vor der versammelten, rund 3.000 köpfigen Medienschar Eric Bertrand, Nachfolger von Jacques Duchêne im Amt des Präsidenten des Ausstellerkomitees, dem er bereits 15 Jahre angehört.  

Zu Beginn der Pressekonferenz begrüsste René Kamm (CEO der MCH Group) die Pressevertreter aus aller Welt und erinnerte an die Anfänge der Baselworld vor 100 Jahren. Damals war die Baselworld ein kleiner Bereich der Mustermesse Basel Muba, heute sei sie der »Premium-Event für die weltweite Uhren- und Schmuckbranche«. Sylvie Ritter, Managing Director der Baselworld nannte die Messe »den Treffpunkt der internationalen Schmuck- und Uhrenwelt schlechthin«, auf dem die Trends für die Zukunft gesetzt werden würden. Sie wies aber auch darauf hin, dass die aktuellen wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen auch an der Uhrenindustrie nicht spurlos vorübergegangen seien. Und obwohl gerade kleinere Unternehmen von der Unsicherheit der Endverbraucher betroffen seien, wären fast alles Teilnehmer aus dem vergangenen Jahr auch dieses Jahr wieder als Aussteller dabei. »Sie vertrauen auf die Baselworld und wissen, dass wir uns weiter vorwärts bewegen, weiter in die Zukunft investieren und die Qualität und Attraktivität dieses Events kontinuierlich stärken werden, um die Führungsrolle der Baselworld weiter auszubauen.«

Der neue Präsident des Ausstellerkomitees, Eric Bertrand, erinnerte zunächst an seinen Vorgänger Jacques Duchêne – »Er hat die Baselworld und das Ausstekllerkomitee geradezu verkörpert«, stellte dann sich selbst vor – »Ich habe meine gesamte berufliche Laufbahn in dieser Branche verbracht. (…) Ich bin der Repräsentant aller Aussteller« –, um dann die aktuelle Situation der Branche und der Baselworld zu beleuchten. »Qualität kommt vor Quantität«, so das Credo der Messe, die stets große als auch kleine Uhren- und Schmuckmarken willkommen geheissen habe, »solange sie repräsentativ und innovative sind«. 1.500 Uhren- und Schmuckmarken haben in diesem Jahr diese Kriterien erfüllt. Dass diese Zahl trotz mehr Fläche seit dem Umbau in 2013 niedriger als in so manchen Jahren zuvor ausfalle, sei unter anderem Folge dieser Qualitäts-Strategie. »Wir können so den Ausstellern mehr Fläche bieten, damit sie sich den Besuchern und Medien noch besser präsentieren können.« Aber die Baselworld sei nicht nur eine Platz für Geschäfte, »sondern auch ein Fest, ein einzigartiger Treffpunkt der gesamten Industrie«, betonte Eric Bertrand.

François Thiébaud, Präsident des Schweizer Ausstellerkomitees, ging auf den leichten Rückgang bei den Exporten von Schweizer Uhren in 2015 (-3,3 %) und auch den schwachen Start 2016 ein – lediglich Armbanduhren im unteren Preisbereich hätten ein wenig zulegen können.  Als Gründe nannte er unter anderem die Aufhebung des festen Wechselkures des Schweizer Franken zum Euro Anfang 2015 – »der Schweizer Franken ist zu stark« – und die Verunsicherung der Endverbraucher infolge der vielen weltweiten Krisen. Aber: »Für 2016 erwarte ich dennoch ein Wachstum bei den Schweizer Uhrenexporten«, so Thiébaud. Wichtigster Abnehmer sei dabei Asien, gefolgt von Europa und den USA.  Seine Anerkennung für die Baselworld drückte François Thiébaud abschliessend so aus: die Baselworld sei dort, wo »Schönheit und Innovation sich in den Dienst der Zeit stellen«.          

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