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In diesem Ladymatic-Modell tickt ein Co-Axial-Kaliber mit »Si 14«-Unruh-Spiralfeder.
In diesem Ladymatic-Modell tickt ein Co-Axial-Kaliber mit »Si 14«-Unruh-Spiralfeder.

Vier Jahre Garantie

  • 12.11.2010
  • Uhren
  • U.J.S. Redaktion

Drei Jahre nach der Lancierung des ersten eigenen Co-Axial-Kalibers präsentiert Omega nun die »Si 14«-Unruh-Spiralfeder aus Silizium, die die Genauigkeit und Gangstabilität der Chronometer nochmals verbessert. Künftig gewährt die Schweizer Marke auf Co-Axial-Uhrwerke mit Unruh-Spiralfedern aus Silizium eine Standardgarantie von vier Jahren.

Die »Si 14«-Unruh-Spiralfeder wurde nach dem chemischen Symbol für Silizium »Si« und seiner Ordnungszahl 14 benannt. Die Leistung der aus Silizium gefertigten Komponenten ist durch die physikalischen Eigenschaften des Halbmetalls um ein Wesentliches höher als bei Teilen aus konventionellen Materialien.

Silizium ist nicht magnetisch, darum wird die Funktion der »Si 14«-Unruh-Spiralfeder durch Magnetfelder nicht beeinträchtigt. Auch kleinere alltägliche Erschütterungen sind bei Uhren mit einer Unruh-Spiralfeder aus Silizium nahezu folgenlos, während sie bei mechanischen Uhren mit konventionellen Werkstoffen im Laufe der Zeit zu Gangabweichungen führen können. Darüber hinaus bietet die Arbeit mit Unruh-Spiralfedern aus Silizium auch dem Uhrmacher selbst mehr Freiheiten. So kann er ihre bauliche Geometrie zur Erzielung eines optimalen Isochronismus, das heißt einer Gleichförmigkeit der Schwingungen innerhalb einer bestimmten Zeitspanne, anpassen. Dieser Isochronismus reduziert bei der Uhr den Betrag ihrer Gangabweichung.

Die Co-Axial-Kaliber werden in Verbindung mit der Co-Axial-Hemmung eingesetzt. Die Co-Axial-Hemmung unterscheidet sich im Aufbau wesentlich von der Schweizer Ankerhemmung, die mehr als zwei Jahrhunderte lang Industriestandard war. Durch den veränderten Aufbau wird die Reibung innerhalb der Hemmung reduziert und die Schmierung weniger beansprucht, was den Wartungsbedarf deutlich verringert. Bei der Schweizer Ankerhemmung werden sowohl die im als auch die entgegen dem Uhrzeigersinn gegebenen Impulse indirekt vom Hemmungsrad aus über den Anker an die Unruhrolle übertragen. Dies hat einen beträchtlichen Energieverlust zur Folge.

Bei der Co-Axial-Hemmung von Omega hingegen wird der im Uhrzeigersinn gegebene Impuls direkt durch die Zähne des Hemmungsrades an die Palette der Unruhrolle übertragen. Dadurch hat diese Hemmungsart eine größere mechanische Effizienz, die wiederum eine höhere Gangstabilität gewährleistet. Die Omega-Co-Axial-Hemmung wird in Verbindung mit einer freien Unruh-Spiralfeder eingesetzt. So kann die Ganggenauigkeit des Zeitmessers durch eine Veränderung des Trägheitsmoments der Unruh eingestellt werden. Dies macht die ständigen Anpassungen der aktiven Länge der Spiralfeder überflüssig. Die Einstellung erfolgt über Mikroschrauben auf dem Unruhreif, was auch die Arbeit der Uhrmacher erleichtert. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Stoßfestigkeit verbessert wird und durch das Berühren der Spiralfeder verursachte Beeinträchtigungen vermieden werden.  

Durch die Stabilität von Silizium erhöht die »Si 14«-Unruh-Spiralfeder die Vorteile der Co-Axial-Uhrwerke – geringerer Wartungsbedarf, höhere Gangstabilität und eine höhere mechanische Effizienz – maßgeblich. Diese erfolgreiche Kombination ermöglicht es Omega, auf alle Chronometer, die mit beiden bahnbrechenden Technologien versehen sind, eine Garantie von vier Jahren zu gewähren.

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